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Der Drahtbondzyklus

 


FAB (Free - Air Ball)

FAB (Free Air Ball)

Der Drahtbondprozess beginnt mit dem Öffnen der Drahtklammer und der Bildung des Free Air Balls am Drahtende, das aus der Kapillarenspitze herausragt


Um einen immer wieder gleich grossen FAB zu bilden, muss die Drahtlänge nach dem Abschneiden des zweiten Bonds immer gleich lang sein und es muss ein konstanter elektrischer Funke (EFO) vorhanden sein.

 

 

1. Der Free Air Ball wird im angefasten Bereich der Kapillare zentriert

1. Der Free Air Ball wird im angefasten Bereich der Kapillare zentriert

Um sicherzustellen, dass der FAB richtig im Innenkegel und somit korrekt in der Kapillare zentriert ist, bevor diese sich auf den Bondbereich absenkt, wird eine Drahtspannvorrichtung verwendet. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich ein unregelmässig geformter Ball bildet und eine Bondverbindung zustande kommt, die gemeinhin als “Golfschläger-Ballbond” bezeichnet wird.
2. Bildung des Ballbonds

2. Bildung des Ballbonds

Die Kapillare wird mit dem FAB an der Spitze abgesenkt, wodurch der Ball durch die Aufsetzkraft erstmals verformt wird. Durch das Zusammenwirken von Ultraschallenergie, Kraft, Temperatur und Zeit wird der Ball weiter verformt, um schliesslich seine endgültige Form, je nach der Geometrie des Innenkegels, des Fasenwinkels und der Bohrung anzunehmen.
3. Die Kapillare bildet den Loop und dann die Stitchbond-Verbindung

3. Die Kapillare bildet den Loop und dann die Stitchbond-Verbindung

Nach dem Ballbond-Vorgang fährt die Kapillare hoch und bildet den Drahtbogen, indem sie von der Position des ersten Bonds zur Position des zweiten Bonds verfährt, um dort den Stitchbond auszuführen. Der Drahtbogen kann je nach Bauteil- oder Gehäusetyp unterschiedlich ausgeführt werden. Bei flachen Loops ist dank des programmierbaren Loop-Algorithmus auch eine grosse Drahtlänge kein Problem mehr, da die Loopbildung für jede beliebige Länge optimiert wird.
4. Tail-Bildung nach dem Stitchbond-Vorgang

4. Tail-Bildung nach dem Stitchbond-Vorgang

Nachdem die Kapillare die zweite Bondposition erreicht hat, wird die Stitch-Verbindung mit ähnlichen Parametern wie die erste Bond-Verbindung ausgeführt. Die Kapillare verformt den Draht auf der Leiterbahn oder dem Substrat und hinterlässt dabei einen keilförmigen Abdruck (Wedge).
5. Die Kapillare hebt sich und formt dabei den Tail

5. Die Kapillare hebt sich und formt dabei den Tail

Nach der Ausführung des Stitchbonds ist der Tailbond wichtig  damit der Draht etwas aus der Kapillare herausgezogen werden kann und sodann abgerissen wird , um aus dem überstehenden Drahtende dann den nächsten FAB zu formen.
6. Erneute Bildung eines Free Air Balls und Wiederholung des Bondzyklusses

6. Erneute Bildung eines Free Air Balls und Wiederholung des Bondzyklusses

Die Kapillare fährt hoch, wobei das Drahtende aus der Spitze hervorsteht. Durch die Aktivierung des elektrischen Funkens schmilzt der Golddraht und es kommt zur erneuten Bildung eines Free Air Balls für den nächsten Bondzyklus.

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 18th - 20th Sept 2019

Taipei Nangang
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Taiwan, Taipei
Booth N0367
 

 
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